14. Oktober 2013
Vertragsstrafe ohne Vertrag?
Am einem lauen Sonntagnachmittag habe ich auf einem einsamen Bahnhofsparkplatz geparkt, um jemanden vom Gleis abzuholen. Die Bahn hatte Verspätung und aus den erwarteten 10 Minuten wurden 25.
Nun kam ein Schreiben, in dem der Parktplatzbetreiber mich unter Androhung vieler böser Dinge auffordert, 38,50 € zu zahlen. Das finde ich happig.
Ich habe dem Parkplatzbetreiber deshalb die folgende nette eMail geschrieben und bin wirklich gespannt, wie er reagieren wird.Read more
11. Oktober 2013
Marktüberblick Kanzleisoftware im AnwBl 11/2013
Endlich. Etwas mehr als anderthalb Jahre nach dem wir das Manuskript fertiggestellt haben, sind nun auch die Druckfahnen da und auch freigegeben.
Es ging übrigens nicht etwa um unser Opus magnum, sondern "nur" um einen 12-seitigen Beitrag mit einem Marktüberblick über Kanzleisoftware - so Gott will, wird dieser nun im kommenden Anwaltsblatt erscheinen.
Sehr gut, dann können wir uns ja an die Aktualisierung machen.
Nachtrag: Hier lässt sich der Beitrag online finden.
10. Oktober 2013
Anwälte: Dressierte Affen vor Subsumtionsautomaten?
An mehreren Stellen habe ich jetzt schon etwas über das neu gestartete Angebot von SmartLaw gelesen.
Das ist - grob gesagt - eine Internetseite, auf der man aus seinen Angaben und Antworten auf vorgegebene Fragen Verträge machen kann (im Moment sind allerdings erst drei Vertragstypen im Angebot).
Die Idee ist, gelinde gesagt, nicht neu. Vorreiter der "automatisierten Vertragserstellung" in Deutschland ist janoLaw, die es immerhin schon seit 2000 gibt.Read more
9. Oktober 2013
1a-Spezial-Baumfäller und nutzenorientierte Vergütung
Das Niedersächsische Naturschutzgesetz erlaubt das Bäumenfällen nur zwischen September und April. Uns war also klar, Anfang Oktober würde es Brennholz geben.
Der "1a-Spezial-Baumfäller" (Eigenwerbung) kam, durchschritt den Garten, musterte die Bäume, machte sich Notizen und beäugte alles noch ein paar Mal, hielt Rücksprache wegen der benötigten Maschinen und gab ein Angebot zu einem Festpreis ab.
Eingeplant hatte er fünf Stunden. Am Abend des zweiten Tages war die Arbeit aber noch immer nicht ganz getan und der Spezial-Baumfäller verzweifelt. Nachdem er sich erholt hatte, schrieb er:Read more
8. Oktober 2013
Kompetent aber arm – et vice versa
Spiegel-Online berichtet über die erschütternden Ergebnisse der OECD-Untersuchung zu Lese-, Rechen- und Problemlösungskompetenzen der 16- bis 65-Jährigen.
Ich habe diesem Ergebnis einmal dem preisbereinigten Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt des jeweiligen Landes gegenübergestellt (je kürzer der Balken - desto besser. z.B. Japan = 1. Platz bei PIAAC, Platz 24 beim BIP).Read more
8. Oktober 2013
Server down – Kunde zufrieden
Heute strich für ein paar Stunden unser ansonsten immer sehr zuverlässiger Internetdienstleister aus der westfälischen Ödnis die Segel und unsere Internetseite war insgesamt vier Stunden nicht zu erreichen (alles andere funktionierte zum Glück).
Das ist ärgerlich, auch, weil die typo3-Datenbank auf irgendwann gestern zurückgesetzt werden musste.
Trotzdem ein dickes Lob an unsere Agentur: Rückmeldung exakt drei Minuten nach Melden des Fehlers und danach zeitnahe Infos an uns (zumal wir vermutlich nicht die einzigen Betroffenen waren).
Glauben Sie mir, ich erkenne guten Service wenn ich ihn bekomme.
8. Oktober 2013
„Einen sicheren Freund erkennt man in unsicherer Sache“
Neulich haben wir uns mit Beratern aus unterschiedlichen Bereichen getroffen. Es ging - ganz grob - darum, zusammenzuarbeiten.
Die Initiatoren haben ein gutes Konzept auf die Beine gestellt, sich viel Mühe mit dem Geschäftsmodell und der Präsentation gegeben und es wurde angeregt diskutiert.
Dabei ist überdeutlich geworden, dass der eigentliche Lackmustest wenn es darum geht, miteinander ernsthaft ins Geschäft zu kommen, das Vertrauen in das Gegenüber ist. Also die Überzeugung, dass der Andere sich redlich - sprich: "anständig" - verhält, die von ihm versprochene Leistung auch erbringen kann, er also den Mund nicht zu voll genommen hat, und wir uns auf ihn verlassen können.
So war es übrigens schon immer: Read more
7. Oktober 2013
Zinsrechnen und Nettobarwert (mit Excel-Tipp)
Wir beschäftigen und von Berufs wegen ziemlich viel mit Geld - vor allem im Zusammenhang mit Kauf und Verkauf von Unternehmen.
Darauf, dass es nicht schaden kann, ein wenig rechnen zu können, hatte ich neulich schon hingewiesen (auch wenn dabei die nicht geringe Gefahr besteht, als Schlaumeier rüberzukommen).
Eine wichtige Sache ist Zinsrechnung. Wahrscheinlich können Sie das sowieso alles aus dem Effeff - falls nicht, habe ich es einmal ganz einfach aufgeschrieben, da ist nämlich wirklich kein Geheimnis dabei:Read more
4. Oktober 2013
Toms Netzhautpeitschen
Ich bekenne: ich bin ein großer Fan von Tom Peters.
Aber ich frage mich schon, wie man so brillante Gedanken in derart hässliche Powerpoint-Folien packen kann. Wer es mir nicht glaubt, dem sei als Kostprobe Toms nagelneue "Master-Presentation" empfohlen; ein Ausschnitt davon ist oben zu sehen.Read more
3. Oktober 2013
Frisch aus der Post und frisch erschienen: MüKo-InsO Bd. 2 3. Aufl.
Rechtzeitig zum Feiertag habe ich die gerade erschienene 3. Auflage des zweiten Bandes des Münchener Kommentars zur Insolvenzordnung aus der Post geholt.
Seit der ersten Auflage einer meiner Lieblingskommentare (auch wenn die Kommentierung zur InsVV im vor kurzem erschienenen ersten Band reichlich dünn ist).
Nach dem ersten Durchblättern scheint meine "Vorfreude" gerechtfertigt; ob sich dieser Eindruck bestätigt, wird die weitere Arbeit mit dem Werk zeigen.
Apropos Vorfreude: Der Vahlen-Verlag hat für das 2. Quartal 2014 eine Neuauflage des Uhlenbruck angekündigt; und da liegt die Latte sehr hoch, wie ich finde.
1. Oktober 2013
„Endstation Pleite?“ Quatsch!
Irgendwo habe ich eine Empfehlung für einen Fernsehtipp gesehen: "Endstation Pleite? Vom Kampf gegen die Schulden" heute Abend um 23:55 Uhr auf 3Sat.
Ich habe die Sendung natürlich noch nicht gesehen, aber die Beschreibung klingt so, als ob es die übliche Mischung aus geheuchelter Anteilnahme und kaum verborgener Schadenfreude ist, die mit reichlich Melodramatik angerichtet wird. Mir wird davon übel und das hat nichts mit den Protagonisten zu tun.
Das Instrumentarium für die Bewältigung von finanziellen Krisen ist ja doch recht überschaubar und die Optionen sind (leider) oft begrenzt.
Um den "Kampf mit Gläubigern und Banken und gegen den sozialen Abstieg und für den Erhalt der eigenen Würde" (so die Ankündigung) nicht zu verlieren, würde gelegentlich schon ein Berater helfen, der den Mut hat zu sagen "Rumwursteln bringt nichts; es hat keinen Sinn. Ich kann Dir nicht helfen".
Ist auch für den Erhalt der eigenen Würde nicht schlecht.
Blog, Schnee-Gronauer, Rechtsanwalt. Alles was Sie wissen müssen zu Nachfolge und Unternehmensverkauf, Krisenberatung und Sanierung sowie Risikosteuerung.











