Gummibärchen im Licht

Profitables Unternehmen mit zwei erfolgreichen Online-Plattformen und perfekter Logistik

Übersicht

Gegenstand des zum Verkauf stehenden Unternehmens ist der Betrieb zweier sehr erfolgreicher Online-Verkaufs-Plattformen, über die Spielwaren und Trendartikel für die ganze Familie vertrieben werden. Das Unternehmen wurde 2012 von den beiden Gesellschaftern gegründet. Sitz des Unternehmens ist das Münsterland. Es wird in gemieteten Räumlichkeiten betrieben.

Unternehmensgegenstand

Beide Online-Plattformen sind perfekt etabliert. Entsprechend groß ist das Netzwerk zu Lieferanten, Händlern, Wiederverkäufern und End­kunden. Das Unternehmen hat sich über die Jahre einen treuen Kundenstamm von rund 250.000 Kunden erarbeitet; inklusive Großkunden und Händlern.
Es besteht zudem eine langjährige Lieferbeziehung in die Vereinigten Arabischen Emirate. Dieser Kunde – mit über 60 Filialen - wird regelmäßig mit großen Übersee-Containern beliefert.
Das Unternehmen ist solide aufgestellt und gut geeignet für eine Übertragung auf einen Nachfolger, damit dieser an den Erfolg der Ver­käufer anknüpfen kann.

Online Plattform A. Eine der beiden Online-Plattformen ist spezialisiert auf den Verkauf von Spielzeug, Kinder-Textilien, Möbeln und Accessoires für Kinder aller Altersklassen vom Baby bis zum Jugendlichen. Das Warenangebot umfasst rund 3.000 Artikel, leicht variierend je nach Saison. Auslaufartikel werden laufend abverkauft, was dafür sorgt, dass sich das Sortiment ständig selbst strafft und das Unternehmen keine überalterte Ware führt. Neben dem sehr breit gefächerten Angebot an Spielwaren werden auch Sonderpostenartikel für die ganze Familie angeboten. Je nach Angebot gibt es dort beispielsweise Küchen- und Garten­artikel für die einkaufende Mutter oder Heim­wer­ker-/Elektronik­artikel für den Vater.
Diese Artikel sollen das Kauferlebnis für die Eltern erhöhen, indem auch speziell für sie passende Trendartikel zu einem günstigen Preis angeboten werden. Das Warenangebot in diesem Bereich wechselt ständig und ist von der Menge begrenzt.

Online Plattform B. Die zweite Online-Plattform des Unternehmens ist auf Outdoor-Spielwaren und Fahrzeuge spezialisiert.
Das Angebot umfasst Tretfahrzeuge, Go-Karts, batteriebetriebene Fahrzeuge, alles mit Rädern zum Rutschen, Schieben und Ziehen, Laufräder, Scooter, Gartenspielzeug, Hüpfburgen, Sandkästen, Schaukeln, Spielhäuser/Zelte, Spiel‑/Klettertürme, Fußballtore, Tram­po­line, Winterspielzeug und Gartenmöbel.

Der Online-Shop bietet seinen Kunden ein Warenangebot von zirka 700 unterschiedlichen Artikeln, je nach Saison leicht variierend.

Warenwirtschaft/Bestellabwicklung

Der komplette Prozess der Bestellabwicklung, d.h. vom Eingang der Bestellung bis zur Verpackung der Ware und Übergabe an den Logistiker DHL erfolgt komplett im eigenen Unternehmen.

Newsletter

Zwei Mal wöchentlich versendet das Unternehmen per eMail an alle 250.000 Kunden einen Newsletter, der über aktuelle Aktionen, neue Produkte, Preisreduzierungen und Sonderaktionen informiert.

Personal

Neben den beiden Gesellschaftern sind insgesamt 12 weitere gut ausge­bildete Arbeit­nehmer beschäf­tigt. Das Unternehmen verfügt über ein routiniertes und gut eingespieltes Team an Arbeitnehmern, die die Arbeitsabläufe im Unternehmen kennen, eigenverantwortlich in ihrem jeweiligen Bereich tätig sind und für reibungslose Arbeits­abläufe sorgen.

Kunden

Das Unternehmen verfügt über rd. 165.000 aktive Kunden, die sowohl aus dem B2B- als auch dem B2C-Bereich kommen.
Der weit überwiegende Teil der Kunden sind End­kunden­ (über 160.000 Kunden), die überwiegend aus Deutschland stammen.

Daneben zählt ein fester Stamm an Großhändlern und Wieder­ver­käufern zu den regelmäßigen Kunden des Unternehmens. Geogra­phisch verteilen sich diese Großkunden mehrheitlich auf Deut­schland, darüber hinaus Polen, Niederlande und Italien.
Der zu diesem Kundenstamm gehörende Spielwaren-Fach­einzel­handel macht rund 60 % aus; die restlichen 40 % verteilen sich auf Unternehmen aus den Bereichen Textil, Kiosk, Banken etc. - über­wie­gend in Deutschland.
Seit 2017 gibt es zudem eine feste Lieferbeziehung in die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Vereinigten Arabischen Emirate werden 2 – 6 Mal pro Monat mit jeweils einem Übersee-Container beliefert. Dort werden die Waren auf 66 Filialen verteilt.

Unternehmensbesonderheit: Logistik

Das besondere Asset des Unterehmens ist dessen eigene Logistik­abteilung, die seitens der beiden Gesellschafter sehr gezielt optimal strukturiert aufgebaut wurde.
Moderne Geräte wie u.a. ein moderner Frontstapler, Deichselstapler, elektrische Hubmaschinen und Einschweißmaschinen bilden die Grund­lage für eine zügige und sorgsame Warenversendung und ein schnelles und unbeschädigtes Eintreffen der Ware beim Kunden.
Dieser Bereich ist so perfekt eingespielt und personell aufgestellt, dass – neben den bisherigen Produkten, die das Unternehmen verkauft - jederzeit auch andere und vor allem auch erheblich mehr Waren und Güter über die Logistik des Unternehmens verpackt und versendet werden können.
In diesem Bereich liegt nach Auffassung der Verkäufer besonderes Potential, das einem Erwerber gute Perspektiven für die zukünftige Entwicklung bietet.

Internetseite und Online Shopping

Auf der Internetseite und im Webshop werden die Spielzeuge und Marken optimal präsentiert. Es gibt zu jedem Artikel eigene aussagefähige Bilder und Beschreibungen.
Die Internetseite wird ständig gepflegt und tagesaktuell gehalten. Neue Ware wird direkt im Unternehmen fotografiert und von den Mitarbeitern sofort in den Online-Shop eingestellt.
Ein im Unternehmen tätiger Techniker sorgt für reibungslose Abläufe und kann bei Problemen jederzeit einschreiten.

Wirtschaftliche Entwicklung

Seit Gründung hat sich der Umsatz des Unternehmens kontinuier­lich erhöht; auf rd. 5,6 Mio. € im Jahr 2019.

Überleitung auf den Käufer

Es ist beabsichtigt, einen Käufer zu finden, der im Rahmen eines Share Deals 100 % der Anteile an der Gesellschaft sowie, wenn gewünscht, der Verwaltungs-GmbH erwirbt.

Gerne sind wir für Rückfragen und Anmerkungen jederzeit erreichbar. Exposé: Unternehmen mit zwei erfolgreichen Online-Plattformen .

Interesse? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Unsere Tätigkeit ist für Interessenten nicht mit Kosten verbunden.

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Bild eines Tresors

Wie die Vergütung der Insolvenzverwalter gestiegen ist

Mit dem Gesetz zur Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts (Sanierungs- und Insolvenzrechtsfortentwicklungsgesetz – SanInsFoG) vom 22.12.2020 (pdf) wurde unter anderem die Vergütung für Insolvenzverwalters geändert.

Wir haben hier schon öfter etwas dazu geschrieben, wie die Insolvenzverwaltervergütung funktioniert. Hier haben wir es ausführlich erklärt.

Zuerst wird die Regelvergütung auf Basis der bereinigten Insolvenzmasse nach einer prozentualen Staffel berechnet. Auf diesen Betrag werden ggf. Zuschläge geltend gemacht, die die Regelvergütung leicht um 200% oder mehr erhöhen können – das entspricht dann beispielsweise der dreifachen Regelvergütung. Außerdem kommen pauschalierte Auslagen hinzu, die im Regelfall 30% der Regelvergütung betragen.

Wesentliche Änderung durch das SanInsFoG ist die Änderung der Staffelvergütung für die Ermittlung der Regelvergütung. Die entsprechende Norm § 2 InsVV lautet jetzt:

(1) Der Insolvenzverwalter erhält in der Regel

1. von den ersten 35.000 Euro der Insolvenzmasse 40 Prozent,
2. von dem Mehrbetrag bis zu 70.000 Euro 26 Prozent,
3. von dem Mehrbetrag bis zu 350.000 Euro 7,5 Prozent,
4. von dem Mehrbetrag bis zu 700.000 Euro 3,3 Prozent,
5. von dem Mehrbetrag bis zu 35.000.000 Euro 2,2 Prozent,
6. von dem Mehrbetrag bis zu 70.000.000 Euro 1,1 Prozent,
7. von dem Mehrbetrag bis zu 350.000.000 Euro 0,5 Prozent,
8. von dem Mehrbetrag bis zu 700.000.000 Euro 0,4 Prozent,
9. von dem darüber hinausgehenden Betrag 0,2 Prozent.

Außer der Anpassung der Progression wurde aufgrund steigender Massen in Großerfahren auch die Progressionsgrenze verschoben. Bisher lag diese bei 50 Mio. €, nach neuem Recht bei 700 Mio. €. Eine Gegenüberstellung der Gesetzesversionen findet sich hier.

Wie sich die Regelvergütung durch die Gesetzesänderung geändert hat, zeigt die nachfolgende Grafik:

Vergütung des InsVV

Auf der X-Achse ist die Berechnungsgrundlage nach § 1 InsVV abgetragen und auf der Y-Achse die Höhe der Regelvergütung – auf diese sind dann ggf. Zuschläge anzuwenden und sie dient als Grundlage für die Berechnung der Auslagen nach § 8 Abs.3 Satz 2 InsVV.

Besonders bemerkbar machen sich die Änderungen aber nicht in erster Linie bei den Großverfahren, sondern bei der großen Zahl der kleinen Verfahren. Bei einer Berechnungsgrundlage von 100.000,00 € steigt die Vergütung um 15.475,00 €, bei einer Berechnungsmasse von 250.000,00 € um 16.225 € und bei einer Berechnungsmasse von 1 Mio. € um 24.375,00 €

Die Änderungen gelten für Insolvenzverfahren, die ab dem 1. Januar 2021 beantragt worden sind (Art. 103m EGInsO).


Fertigungshalle

Stimmung im Handwerk ist schlechter geworden

Die Lage im Handwerk hat sich im ersten Vierteljahr 2021 eingetrübt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (pdf) hervor.

Demnach berichteten zwar 43 % der Betriebe zum Jahresbeginn 2021 von einem guten Geschäftsumfeld – allerdings sind das sechs Prozentpunkte weniger als im Herbst 2020. Ein Viertel der Betriebe und damit neun Prozentpunkte mehr erklärten, das Geschäftsumfeld sei schlecht.

Grundlage der mitgeteilten Zahlen ist die Konjunkturumfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks für das erste Quartal 2021, an der sich etwa 24.000 Betriebe beteiligt hatten. Nach Auffassung der Bundesregierung zeige die Umfrage „deutlich, dass mit den erneuten Corona-bedingten wirtschaftlichen Beschränkungen zum Ende des Jahres 2020 auch die Erholung der Geschäfte im Handwerk gestoppt wurde“.


Buy-and-Build-Strategie beim Unternehmenskauf: Vortrag für die Wirtschaftsvereinigung Kreis Steinfurt e. V.

Vortrag für Unternehmer/innen: 08.06.2021, 12:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Am 8. Juni werde ich im Rahmen eines Online-Mittagsmeetings bei der Wirtschaftsvereinigung für den Kreis Steinfurt e.V. einen Vortrag mit dem Titel "Buy-and-Build-Strategie beim Unternehmensverkauf" halten.

In knackigen 60 Minuten geht es darum, wie diese Strategie gerade auch für kleine und mittelständische Unternehmen eine sinnvolle Wachstumsstrategie sein kann. Konkrete Beispiele aus meinem Arbeitsalltag, lassen die 60 Minuten hoffentlich zu einer interessanten und kurzweiligen Veranstaltung werden.

Die Teilnahme ist kostenlos! Über den nachstehenden Link können Sie sich direkt anmelden: Buy-and-Build-Strategie beim Unternehmenskauf | Wirtschaftsvereinigung Steinfurt e.V. (wvs-steinfurt.de)


Was bedeutet das Gerichtsvollzieherschutzgesetz für Schuldner?

Der Bundestag hat heute den vom Rechtsausschuss geänderten Entwurf zum Gerichtsvollzieherschutzgesetz angenommen.

Damit wird unter anderem § 36 der Insolvenzordnung (InsO) geändert, der die Insolvenzmasse definiert. Dies hat Folgen für selbständige Schuldner, die in Insolvenz fallen:

Nachdem dort zunächst bestimmt wird, dass Gegenstände, die nicht der Zwangsvollstreckung unterliegen auch nicht zur Insolvenzmasse gehören, bestimmt Abs. 2 Nr. 2:

„Zur Insolvenzmasse gehören jedoch […] die Sachen, die nach § 811 Abs. 1 Nr. 4 und 9 der Zivilprozeßordnung nicht der Zwangsvollstreckung unterliegen.“

Nach dem Regierungsentwurf sollte diese Nummer den folgenden Wortlaut bekommen:

„Zur Insolvenzmasse gehören jedoch […] im Fall einer selbständigen Tätigkeit des Schuldners die Sachen nach § 811 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe b und Tiere nach § 811 Absatz 1 Nummer 8 Buchstabe b der Zivilprozessordnung.“

Was das genau bedeutet, kann man allerdings nur dann verstehen, wenn man sich § 811 ZPO anschaut, der mit dem gleichen Gesetz ebenfalls geändert wird.

Bisher gehörten bei Selbständigen die zur Aufrechterhaltung der selbständigen Tätigkeit im Wirtschaftsbetrieb erforderlichen Gegenstände nur in Ausnahmefällen zur Insolvenzmasse (Landwirtschaftliches Gerät und Vieh sowie bestimmte Vorräte und die zum Betrieb einer Apotheke unentbehrlichen Geräte und Gefäße). Der Rest war unpfändbar.

Nach dem Regierungsentwurf sollten hingegen generell alle Sachen, die der Schuldner für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder eine damit in Zusammenhang stehende Aus- oder Fortbildung benötigt sowie Tiere für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit zur Insolvenzmasse gehören. Das hätte beispielsweise das Fahrzeug einer selbständig tätigen Hebamme betroffen oder die Massageliege eines Masseurs. Diese hätten die Sachen dann ggf. vom Insolvenzverwalter zurückkaufen müssen.

Hierdurch sollen weitergehende Möglichkeiten für eine Fortführung oder Veräußerung eines schuldnerischen Betriebs durch den Insolvenzverwalter geschaffen und die Befriedigungsaussichten für die Gläubiger verbessert werden. Der Insolvenzverwalter kann allerdings hinsichtlich der neu erfassten Sachen nach § 35 Absatz 2 und 3 InsO über die Freigabe einzelner Vermögensgegenstände zur Fortführung der selbständigen wirtschaftlichen Tätigkeit entscheiden.

Der Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz hat das in seiner Sitzung entschärft und folgenden Zusatz hinzugefügt, den der Bundestag nun angenommen hat:

„hiervon ausgenommen sind Sachen, die für die Fortsetzung einer Erwerbstätigkeit erforderlich sind, welche in der Erbringung persönlicher Leistungen besteht.“

Für Selbständige, die die Stellung eines Insolvenzantrags erwägen, ist das eine gute Nachricht. Trotzdem wird aus unserer Sicht vor Einleitung eines Insolvenzantrags eine genauere Planung erforderlich, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

 


Schilder (Beelitzer Heilstätten)

Entwicklung der Insolvenzzahlen im Vergleich zum Vorjahr uneinheitlich

Gestern hat das Statistische Bundesamt neue Insolvenzzahlen veröffentlicht.

Im Januar 2021 wurden 31,1 % weniger Anträge auf Eröffnung von Unternehmensinsolvenzen verzeichnet als Januar des Vorjahres. Die COVID-bedingten wirtschaftlichen Probleme vieler Unternehmen haben also noch nicht zu einer Insolvenzwelle geführt.

für den Monat März 2021 meldet das Statistische Bundesamt allerdings einen Anstieg von 18 % bei den eröffneten Regelinsolvenzen gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Berufsverband der Insolvenzverwalter Deutschlands sieht in diesem deutlichen Anstieg auch einen Sondereffekt aufgrund einer Gesetzesänderung, die die Insolvenz natürlicher Personen betrifft.

Ende Dezember wurde die Verkürzung der Restschuldbefreiungsphase bei natürlichen Personen von sechs auf drei Jahre beschlossen. Viele Schuldner haben daher mit der Stellung eines Insolvenzantrags gewartet.

Interessant ist, dass der Verband der Insolvenzverwalter derzeit kein Anzeichnen für einen starken Anstieg der Unternehmensinsolvenzen bei besonders gefährdeten Branchen wie der Hotellerie oder der Reise- und Tourismusbranche sieht und meint, die staatlichen Hilfsmaßnahmen würden Wirkung zeigen.

Tatsächlich sind die Insolvenzzahlen im Vergleich zum Vorjahr nur in den Wirtschaftszweigen "Sonstige Dienstleistungen" und "Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen" gestiegen.

Die nächsten Monate werden zeigen, ob sich ein deutliches Ansteigen der Insolvenzzahlen vermeiden lassen wird - ich bin nicht optimistisch.


Insolvenzverwalter warnen Betriebsinhaber vor Haftung

Mal ganz ehrlich: haben Sie noch einen Überblick, wer nach der aktuellen Rechtslage wann einen Insolvenzantrag stellen muss?

Wenn nicht, befinden Sie sich in guter Gesellschaft. Denn um eine Insolvenzwelle durch die Folgen der COVID-19-Pandemie zu verhindern, hat der Gesetzgeber die entsprechenden Gesetze so oft geändert, dass man leicht den Überblick verliert. Auch die Übergangsvorschriften im Einführungsgesetz zur Insolvenzordnung sind alles andere als übersichtlich: Test gefällig? Schauen Sie hier.

Viele Unternehmer glauben, dass keinen Insolvenzantrag stellen muss, wer wegen der Corona-Krise in echten Zahlungsschwierigkeiten ist.

Das stimmt allerdings nur teilweise: die Antragspflichten sind nicht generell ausgesetzt. Vielmehr gelten Ausnahmen von der strengen Antragspflicht von Februar bis Ende April nur noch für die wenigsten Betriebe.

Aus diesem Grund haben die im VID und im Gravenbrucher Kreis zusammengeschlossenen Insolvenzverwalter nun davor gewarnt, dass sich Unternehmer in der aktuellen Corona-Krise trotz Ausnahmen bei der Insolvenzantragspflicht unwissentlich strafbar machen.

Bei vielen Unternehmen sei noch nicht angekommen, dass sie Gefahr laufen, in die Haftung zu rutschen.

Sollten die betreffenden Unternehmen später doch noch Insolvenz anmelden müssen, werde rückwirkend ein verspäteter Antrag und der Verdacht auf Insolvenzverschleppung geprüft. Das könne die Unternehmer teuer zu stehen kommen.

Neben der Strafbarkeit, die sich vor allem aus § 15a der Insolvenzordnung (InsO) und oft auch § 266a des Strafgesetzbuchs (StGB) ergibt, ist ein weiterer Punkt die im Dezember 2020 neu geregelte Haftung in § 15b InsO. So muss der Geschäftsführer beispielsweise Zahlungen ersetzen, die er nach Eintritt der Antragspflicht geleistet hat, was oftmals auch eine Privatinsolvenz zur Folge hat.


Unternehmensverkauf: Spezialist für bezugsfertigen Wohnmodulbau

Unternehmensgegenstand

Wesentliches Geschäftsfeld des zum Verkauf stehenden Unternehmens ist der Bau von voll ausgestatteten und bezugsfertigen Wohnmodulen. Diese Art des Wohnbaus deckt speziell den hohen Bedarf von Städten und Kommunen um kurzfristigen Wohnraumbedarf für beispielsweise Studentenwohnheime oder Flüchtlingsunterkünfte anzubieten.

Ergänzt wird dieses Geschäftsfeld um dem maßgefertigten Innenausbau in den Bereichen Industrie, Gewerbe und Privat.

Wohnmodulbau

Im Jahr 2019 ist ein Projektentwickler an das zu verkaufende Unternehmen herangetreten und gemeinsam wurde das Projekt des Modulbaus in Partnerschaft weiter entwickelt und zur Serienreife gebracht. Das Unternehmen hat mit dem Projektentwickler einen Kooperationsvertrag geschlossen, um die Zusammenarbeit für beide Seiten langfristig zu sichern. Seither ist das Unternehmen als Subunternehmer für den Projektentwickler tätig, der das Unternehmen mit dem Bau von Wohnmodulen nahezu voll auslastet.

Die Wohnmodule haben jeweils eine Standardgröße von 41 qm, die zu mehreren Wohneinheiten und auch in mehreren Stockwerken übereinander zu ganzen Wohnblöcken zusammengesetzt werden können. Ergänzt werden können diese Module mit sog. Add-Ons als Erweiterung des Standardmoduls auf 82 qm, Technik Module mit Haustechnik, Treppenhausmodule sowie weiteren Bauteilen in Form von Dächern, seitlichen Außenverkleidungen und Balkonen.

Die Säulen und Außenwände der Module bestehen aus Stahl. Der Innenausbau erfolgt mit Trockenbauwänden und hochwertigen Materialien. Diese Modulbauweise, die sich speziell an den Anforderungen des Wohnungsbaus orientiert, unterscheidet sich deutlich von anderen Anbietern, die modulare Konzepte auf der Grundlage von sogenannten Überseecontainern anbieten. Es wurden gezielte Lösungen entwickelt, die alle EU-Normen erfüllen.

Innenausbau/Handwerk

Ein weiteres Standbein des Unternehmens ist der Bereich Innenausbau/Handwerk, wo verschiedene Gewerke im Zusammenhang mit dem Neu-, Aus- und Umbau und der Sanierung von Gewerbe- und Privatimmobilien aller Größen angeboten und ausgeführt werden. Im einzelnen sind dies folgende Handwerksleistungen: Malerei und Wandgestaltung, Tischlerarbeiten, Bodenarbeiten und Parkett, Zimmerarbeiten und Gerüstbau. Das Unternehmen erbringt diese Leistungen aus einer Hand und übernimmt auch die komplette Projektleitung - auch in Großprojekten.

In diesem Bereich verfügt das Unternehmen über einen Auftragsvorlauf, der bereits über das Jahr 2021 hinausgeht und eine sehr stabile, marktübliche Rendite erwirtschaftet.

Forecast/Auftragsvolumen Wohnmodulbau

Nach Auskunft des Auftraggebers umfasst allein das Auftragsvolumen für einen seit November 2020 in Fertigung befindlichen Auftrag über insgesamt 250 Wohnmodule (inkl. Treppenhaus- und Technikmodulen sowie diversem Zubehör) rund 7,6 Mio. €. Eine erste Teillieferung aus diesem Auftrag soll zirka im April 2021 fertiggestellt sein und ausgeliefert werden. Das Auftragsvolumen für diese Teillieferung beläuft sich auf rund 1,0 Mio. €. Die Abschlusslieferung dieses Auftrages soll bis zum Ende des Jahres erfolgen.

Es sind bereits weitere Wohnmodulprojekte in der konkreten Planung. Binnen der nächsten vier Jahre wird das Unternehmen rund 1.500 Wohnmodule bauen und ausliefern.

Folgende Auftragsvolumen liegen verbindlich vor:

Wohnmodulbau: rund 4,4 Mio. € für 2021 sowie 7,8 Mio. € für 2022

Handwerk/Innenausbau: rund 287 T€ für 2021 sowie 790 T€ für 2022

Personal

Insgesamt verfügt das Unternehmen über 20 Arbeitnehmer.

Immobilie & Standort

Das Unternehmen wird in einer gemieteten Immobilie betrieben und hat seinen Sitz im nördlichen Schleswig-Holstein.

Überleitung auf den Käufer

Es ist beabsichtigt einen Käufer zu finden, der im Rahmen eines Share Deals 100 % der Anteile an der GmbH erwirbt.

 

Interesse? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Unsere Tätigkeit ist für Interessenten nicht mit Kosten verbunden.

 


Buch zum Unternehmensverkauf und Gesichtsmaske

Unternehmensverkauf trotz Corona-Krise? Wir meinen Ja.

Das letzte Jahr hat uns alle ganz schön gestresst. Viele kleine und mittelständische Unternehmen, die bis Mitte März 2020 noch über gute Aufträge, eine ausgelastete Produktion, nachgefragte Dienstleistungen, einen festen Kundenstamm, verlässliche Lieferanten und eine kooperative Hausbank verfügten, sahen sich mit Fortschreiten der COVID-19-Pandemie zum Teil erheblich ausgebremst.

Der erste Shutdown und einige Monate später der zweite haben für erhebliche Verunsicherung gesorgt.

Hierzu eine kurze Anekdote aus meinem Arbeitsalltag: Einer meiner Auftraggeber berichtete, dass er derzeit von einem seiner wichtigsten Zulieferer nicht beliefert werde, da dieser sich dann gezwungen sähe auch eine Rechnung zu stellen, was wiederum dazu führen würde, dass er Fördergelder nicht erhalten würde. Verkehrte Welt: Der eine benötigt dringend Ware und kann auch zahlen - der andere sitzt auf einem vollen Lager und will/kann nicht liefern.

Zurück zum Thema Unternehmensverkauf: Trotz Corona ist das Thema Unternehmensverkauf/Nachfolge nicht weniger aktuell. Pandemie hin oder her - die Thematik, den Fortbestand des eigenen Unternehmens zu sichern, ist unverändert Chefsache. Sie sind am Zug. Sie müssen entscheiden.

Viele Unternehmer wollen jetzt erst noch das Ende der Pandemie abwarten und erst wieder in sicherem Fahrwasser ankommen. Aber ganz ehrlich: Der Kahn schaukelt für uns alle gleich doll!

Mich erwischte der erste Shutdown in einer Phase, als wir uns mitten in den Verhandlungen zum Verkauf eines Unternehmens mit über 100 Arbeitnehmern befanden. Das sorgte auch bei mir für die eine oder andere schlaflose Nacht. Einzelne aus meinem Netzwerk unkten bereits: "Lass den Auftrag ruhen. Du kannst doch jetzt kein Unternehmen verkaufen!"

Doch, ich kann. Denn was Corona in Ihrem Unternehmen verursacht, verursacht es mehr oder weniger in allen Unternehmen. Auch der Investor hatte mit einem Umsatzrückgang und Kurzarbeit zu kämpfen. Warum er in dieser Phase trotzdem kaufen will? Weil der Erwerb des Unternehmens dem Käufer gute Synergieeffekte und den Zugang zu neuen Kunden und Märkten sichert - nach Corona wird er dann stärker im Markt auftreten können. Außerdem hofft er, dass mögliche Mitinteressenten in der aktuellen Phase vorsichtig sind und Investments und Zukäufe derzeit zurückstellen.

Denken Sie daran: Der richtige Zeitpunkt ist immer jetzt! Sobald wir die Corona-Pandemie hinter uns lassen und zur Normalität zurückkehren werden - so die Prognosen - werden zahlreiche Unternehmen zum Verkauf auf den Markt kommen. Das macht die Situation für Verkaufswillige schwieriger.

Sie sind nachdenklich, wie es mit Ihrem Unternehmen einmal weitergeht? Nach Ihnen? Rufen Sie uns an und lassen Sie uns darüber sprechen!


Tablettenröhrchen beschriftet mit

Expertensprechtag „Krise und Unternehmenssicherung“

Am 16.03.2021 findet der nächste digitale Expertensprechtag zu „Krise und Unternehmenssicherung“ der Industrie- und Handelskammer Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim statt.

Andreas R. J. Schnee-GronauerAuch dieses Mal steht das bewährte Team aus Schüttorf - Unternehmensberater Klaus Neesen (mittelstandsrat.de) und Rechtsanwalt Dr. Andreas R. J. Schnee-Gronauer - zur Verfügung, um vertraulich und unabhängig betriebswirtschaftliche und insolvenzrechtliche Themen zu besprechen und erste Lösungsansätze zu entwickeln.

Für die teilnehmenden Unternehmen ist der Expertensprechtag nicht mit Kosten verbunden. Nutzen Sie die Chance und melden sich hier direkt bei der IHK an!


Foto des Schriftzuges des Finanzamts Bad Bentheim:

Bei Zahlungsunfähigkeit muss ab 01.10.2020 wieder ein Insolvenzantrag gestellt werden

Im März hat der Gesetzgeber die Insolvenzantragspflicht zunächst bis zum 30.09.2020 ausgesetzt; darüber hatten wir hier und hier berichtet. Das galt jedenfalls dann, wenn das Unternehmen am 31.12.2019 noch nicht insolvenzreif war und die Krise auf die COVID 19-Pandemie zurückzuführen ist.

Nun hat die Regierungskoalition beschlossen, diese Aussetzung bis zum Jahresende für Unternehmen zu verlängern, die zwar überschuldet, aber nicht zahlungsunfähig sind (Link zur Meldung der Bundesregierung). Es ist damit zu rechnen, dass kurzfristig ein entsprechendes Gesetz eingebracht und auch beschlossen wird.

Was positiv klingt, bedeutet aber auch, dass für Unternehmen die (auch) zahlungsunfähig sind, in einem Monat wieder die bisherigen Regeln gelten. Dabei kommt es nicht darauf an, aus welchen Gründen das Unternehmen in eine Krise geraten ist.

Vereinfacht: Bei GmbH und GmbH & Co. KG die nicht innerhalb von drei Wochen mindestens 90% ihrer fälligen Verbindlichkeiten tilgen können, muss die Geschäftsführung einen Insolvenzantrag stellen (genauer hier und hier).

Die Arbeitsgemeinschaft Insolvenzrecht des Deutschen Anwaltvereins schreibt dazu

"Wer sich als Geschäftsführer auf die Schlagzeile ‚Insolvenzantragspflicht ausgesetzt‘ leichtfertig verlässt, begibt sich in ein hohes Haftungsrisiko. In einem späteren Insolvenzverfahren kann der Insolvenzverwalter alle Zahlungen von ihm persönlich zurückfordern, die nach Eintritt einer tatsächlich doch greifenden Insolvenzantragspflicht aus einer Gesellschaft noch erbracht wurden […] Darüber hinaus schützt die Aussetzung der Antragspflicht in keinem Fall davor, dass Vertragspartner den Geschäftsführer in Haftung nehmen, wenn dieser noch Verträge für die eigentlich zahlungsunfähige Gesellschaft geschlossen hat, ohne den Vertragspartner über das Risiko eines Zahlungsausfalles aufzuklären."

Wenn Sie es noch nicht getan haben, ist es jetzt allerhöchste Eisenbahn, sich um das Thema zu kümmern. Vereinbaren Sie am besten direkt einen Termin.

Keine Panik - wir kümmern uns.


Blog, Schnee-Gronauer, Rechtsanwalt. Alles was Sie wissen müssen zu Nachfolge und Unternehmensverkauf, Krisenberatung und Sanierung sowie Risikosteuerung.