Skyline Hamburg

Anwälte und Datenschutz und Geldwäsche (und Geldverdienen)

Im Moment habe ich den Eindruck, als habe die Anwaltschaft gerade entdeckt, dass die Themen Datenschutz und Compliance irgendwie auch etwas mit Anwaltskanzleien zu tun haben könnte.

Zum einen sind die Regeln der Verordnung (EU) 2016/679 (Datenschutz-Grundverordnung) und das auf dieser Grundlage geänderte Bundesdatenschutzgesetz ab 25. Mai 2018 anzuwenden. Und seit Monaten sagen alle etwas dazu, die meinen, etwas dazu zu sagen haben.

Dann hat die BRAK zum Jahreswechsel mit ihrer groß angelegten beA-Kampagne dafür gesorgt, dass auch der Letzte gemerkt hat, dass das Thema elektronischer Rechtsverkehr irgendwie relevant sein könnte und es dabei um Daten geht.

Auch die Diskussion um neue digitale Geschäftsmodelle in der Rechtsberatung – a/k/a legal tech – hat sicher dazu geführt, dass allgemein in das Bewusstsein gedrungen ist, dass auch Anwälte „irgendwas mit Daten“ machen.

Dann gibt es immer mal wieder Aufregung, weil jemand die Frage stellt, ob Anwält mit ihren Mandanten überhaupt per unverschlüsselter E-Mail kommunizieren dürfen (um zumindest hier die Aufregung zu dämpfen, sei auf den Beitrag von Niko Härting vom 06.02.2018 auf cr-online.de verwiesen).

Und schließlich werden andauernd irgendwelche Manager angeklagt - und verurteilt - nur weil sie Regeln nicht beachtet haben, die sich in komischen Nebengesetzten verstecken, wie eben dem Geldwäschegesetz. Hier möchte die Große Koalition ja sogar noch einmal nachlegen.

Für den Anwalt bleiben drei praktische Fragen:

  1. Was müssen Anwälte machen, um die gesetzlichen Anforderungen im Hinblick auf Datenschutz und Geldwäsche zu erfüllen?
  2. Was wird mit dem beA und was bedeutet es für meine Kanzleiabläufe?
  3. Wie lässt sich Technologie in der Kanzlei sinnvoll nutzen?

Die Arbeitsgemeinschaft Kanzleimanagement - der Pionier in Fragen des Einsatzes von Technik in Anwaltskanzleien - beantwortet diese Fragen auf dem Deutschen Kanzleimanagementtag am 13. & 14. April 2018 in Hamburg. Zielgruppe sind mittelständische Kanzleien, die praktische Antworten suchen.

Am Freitag Mittag geht es nach den Honneurs los mit einem Vortrag von Rechtsanwalt & Notar Ulrich Volk, der darstellen wird, wie elektronisches Arbeiten in der Anwaltskanzlei – mit oder ohne beA - funktioniert.

Rechtsanwältin Claudia Otto erklärt, wie digitale Kommunikation und Datenübertragung mit dem Mandanten berufsrechtskonform funktioniert und

Frau Rechtsanwältin Dr. Claudia Seibel erläutert, was das Geldwäschegesetz für Anwälte und deren Anderkonten bedeutet (das Thema ist jedenfalls seit Juli 2017 superwichtig).

Danach gibt es die Gelegenheit für Vernetzung und einen ungezwungenen Austausch im Hamburger Segelclub e.V.

Am Samstag geht es anwendungsorientiert weiter, wenn Rechtsanwalt Dr. Thomas Lapp zeigt, wie die ab Mai geltenden Anforderungen ganz praktisch in der Kanzlei umzusetzen sind.

Daran schließen sich zwei Workshops an, in denen es jeweils um praktische Fragen geht – und natürlich gibt es immer Gelegenheit für den Austausch mit Kollegen.

Ich freue mich jedenfalls sehr auf die Veranstaltung. Und ich bin ehrlich genug, zuzugeben, dass ich mir schlechteres vorstellen kann, als nach dem Ende der Veranstaltung am Samstag Mittag noch einen Frühlingstag in Hamburg zu verbringen.

Ach ja: zur Anmeldung geht es hier: www.dkmt.events


Veranstaltung: Fehler bei der Rechtsformwahl und der Finanzierung vermeiden

Verschiedene Einrichtungen im Landkreis Grafschaft Bentheim begleiten Existenzgründer auf dem Weg in die Selbständigkeit.

Einige von ihnen haben sich auf Initiative der Wirtschaftsförderung des Landkreises zu einem Beratungsnetzwerk namens "TOPstart" zusammengeschlossen, um für mehr Transparenz und eine effizientere Begleitung im "Beratungsdschungel" zu sorgen.

Unter anderem organisiert "TOPstart" alle möglichen Veranstaltungen für Gründer, Übernehmer und gestandene Unternehmer.

Ich freue mich riesig darauf, gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Klaus Neesen von der Neesen Mittelstandsberatung am 12.04.2018 in Nordhorn Tipps zum Thema "Richtig Gründen/Übernehmen - Fehler bei der Rechtsformwahl und der Finanzierung vermeiden" zu geben.

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OK, OK - das klingt nicht gerade super spannend - ist es aber! Denn es ist doch so: wenn Sie hier Fehler machen, haften Sie mit Haut und Haaren und auch eine GmbH/UG nutzt Ihnen gar nix - regelmäßige Leser unseres Blogs wissen das natürlich. Profi-Tipp: abonnieren Sie gleich unseren kostenlosen Newsletter!

Wenn Sie also nicht riskieren wollen, Ihr sauer Verdientes bei der Bank oder dem Insolvenzverwalter oder sonstwem abgeben zu müssen, kommen Sie vorbei und machen sich schlau.

Auch wenn Sie das Thema überhaupt nicht interessiert sollten Sie vorbei kommen, denn der NINO-Hochbau - ein Überbleibsel aus der Zeit der Textilindustrie in der Grafschaft Bentheim ist in jedem Fall einen Besuch wert. Von dort stammt auch das Beitragsbild

Veranstaltungsankündigung TOPStart


Mal wieder Management

Die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht im Deutschen Anwaltverein hat mich eingeladen, auf ihrer Herbsttagung etwas dazu vorzutragen, warum auch sozialrechtlich orientierte Kanzleien sich mit Kanzleimanagement und Controlling beschäftigen sollten.

Nachdem ich mich eingearbeitet habe, weiß ich, dass nicht "auch" sozialrechtlich orientierte Kanzleien Kanzleimanagement brauchen, sondern gerade diese.

Wenn man den Statistiken glauben darf, bearbeiten die im Sozialrecht tätigen Kollegen und Kolleginnen verglichen mit Anwälten aus anderen Disziplinen überdurchschnittlich viele Mandate mit denen Sie weniger Umsatz machen als alle anderen spezialisierten Kollegen. Etwa 81 % der Sozialrechtler hat einen Umsatz von weniger als 150.000 € pro Jahr. 150.000 € klingt zwar erst einmal ganz ordentlich, ist aber nach Abzug der Kosten nicht so doll. Zumal Sozialrecht eine - zumindest finde ich das - wirklich komplizierte Sache ist.

Ich freue mich sehr darauf, morgen in Berlin mit den Kollegen zu diskutieren.


Legal Tech und Beratungsprodukte

Standardisierte IT-basierte „Beratungsprodukte“ verändern den Markt für Rechtsberatung grundlegend.

Für die AG Kanzleimanagement stelle ich dieses Jahr auf dem Anwaltstag die Frage, wie „Legal-Tech“ das anwaltliche Arbeiten verändert, was Anwälte von diesen Angeboten lernen können und wie sie letztlich davon profitieren können.

Wir haben dazu Vertreter von advocado.de, flightright.de und geblitzt.de gebeten, darzustellen, was diese Angebote von klassischer anwaltlicher Beratung unterscheidet und vor allem, was erforderlich ist, um ein erfolgreiches Beratungsprodukt zu entwickeln.Read more


Triple AAA+: impulse-Konferenz in Düsseldorf

Dr. Nikolaus Förster und sein Team haben einmal mehr bewiesen, wie man einen tollen und abwechslungsreichen Konferenztag gestaltet:

Großartige Redner sorgten für echte Unterhaltung mit Aha-Effekt. Dr. Jürgen Heraeus plauderte zum Thema "Was die Angst vor Fehlern anrichten kann" aus dem Nähkästchen, Peter Brandl - "Remove before Flight" - sorgte mit seinem kurzweiligen Einblick in die Fehlerkultur des Fiegens für Heiterkeit und Lencke Steiner forderte "Mehr Mut zu Fehlern".Read more


Fachtagung Insolvenz- und Vollstreckungsrecht der Sparkassenakademie

Der Schwerpunkt der Fachtagung der Sparkassenakademie Nordrhein-Westfalen zum Insolvenz- und Vollstreckungsrecht bildete die Grundlage für zwei hochinteressante Tage mit abwechslungsreichen Beiträgen.

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Anwaltsberuf: Zu viel Arbeit, zu wenig Geld – oder beides?

Ich habe mich - gerne - breitschlagen lassen, auf dem 43. FORUM "Start in den Anwaltsberuf" am 6. und 7. November 2015 als Referent etwas beizutragen.

Ich habe meinen Vortrag "Zu viel Arbeit, zu wenig Geld – oder beides? Kanzleimanagement als Ausweg" genannt. Das ist vielleicht etwas reißerisch, aber (leider) sind ja die Zeiten vorbei, in denen der Advokat in seinem Kontor darauf warten konnte, dass ihm gutsituierte Kundschaft Mandate anträgt, die er dann gemächlich abarbeiten konnte.

Insgesamt gibt es an diesen beiden Tagen viele spannende Vorträge und das ganze zu einem hochsubventionierten Schnäppchenpreis. Ein Blick in den Programmflyer loht sich auf jeden Fall.

Hier finden Sie eine Liste unserer Vorträge und Lehraufträge.


Seminar: So steuern Sie Ihre Kanzlei mit Kennzahlen

Knapp zwei Monate noch, bis zu meinem Seminar "Controlling in der Rechtsanwaltskanzlei" das ich regelmäßig für die Anwaltakademie halte.

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Weg

Strategien in der Krise (Beraterhaftung)

In der letzten Woche habe ich einen Vortrag vor Unternehmensberatern gehalten. Es ging darum, welche Möglichkeiten es für Unternehmer gibt, deren Unternehmen sich in einer Krise befindet - von der Übertragung des Unternehmens im Vorfeld einer Insolvenz bis zur Verhandlung mit dem Verwalter, wenn sich diese nicht mehr vermeiden lässt.

Aus Sicht des Krisenberaters spielt aber nicht zuletzt auch das Honorar eine Rolle, denn er will sich ja nicht später mit Anfechtungsansprüchen herumärgern müssen, so wie die Kollegen von KPMG, McKinsey und Hengeler Mueller (welt.de vom 04.09.13).

Fast noch wichtiger ist, nicht in eine Haftungsfalle zu tappen. Hingewiesen hatte ich in diesem Zusammenhang auf das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 06.06.2013 IX ZR 204/12. Dabei hatte ein Steuerberater leichtfertig bestätigt, dass keine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinn vorliegt.Read more


impulse

Vernetzt Euch!

Wir haben schon öfter über impulse geschrieben, das (ehemalige) Magazin, das sich mittlerweile eher zu einem Netzwerk entwickelt; zum Beispiel hier, hier, hier, hier, hier und hier - und die Idee für unsere Postkarte haben wir auch dort geklaut.

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