Trüffel

Betriebsrätekaffee vs. Trüffel (Ego-Depletion)

Ein im kollektiven Arbeitsrecht tätiger Kollege hat mit vor geraumer Zeit erklärt, dass er, wenn lange Verhandlungen mit dem Betriebsrat anstehen, immer alles dafür tut, dass dieser sich möglichst unwohl fühlt. Dazu gehört auch, fast kalten Kaffee zu kredenzen.

Read more


Symbolbild: wo lang?

Wie wir in die Denkfalle der runden Zahlen tappen

In seiner Kolumne in der New York Times berichtet Justin Wolfers unter dem Titel "Was gute Marathonläufe und schlechte Investitionen gemeinsam haben" über eine Forschungsarbeit von vier Wissenschaftlern von Wirtschaftsfakultäten amerikanischer Universitäten

Read more


Verhandeln wie John Coltrane spielt

Gestern Abend haben wir in Münster von Gregory Porter praktischen Unterricht in Sachen Verhandlungsstrategie bekommen - jedenfalls wenn es nach Michael A. Wheeler geht, ehemals Professor of Management Practice und mittlerweile im Ruhestand.

Dieser beschreibt in seinem neuen Buch "The Art of Negotiation" Verhandlungen als Kunst und nicht als exakte Wissenschaft.

Da man den Verhandlungsprozess und das Gegenüber nicht planen könne, sei er skeptisch gegenüber Standardlösungen und vorgefertigten Strategien. Ein Ansatz, der in einem Kontext erfolgreich sei, könne in einem anderen katastrophal daneben liegen.

Seiner Meinung nach würden die Meister der Verhandlungsführung sich nicht durch starre Vorgaben selbst beschränken, sondern stattdessen strategisch agil und jederzeit "schnell auf den Beinen" sein.

Gleichwohl sei eine gute Vorbereitung essentiell. Einerseits müssten im Vorfeld so viele Informationen wie möglich gesammelt werden; andererseits auch die Unsicherheit von Anfang an eingeplant werden.

Es gebe bestimmte bestimmte Dinge, die man nicht wisse, bis die Verhandlungen anfangen. Verhandeln sei ein dynamischer, interaktiver Prozess. Was auch immer man für Fragen stelle, Angebote mache oder Drohungen ausspreche - immer seien dies auch Signale, die möglicherweise das Verhalten der anderen Partei beeinflussen und nicht immer in der Art und Weise, die man erwarte oder beabsichtige.

Verhandeln sei also Improvisation: wer es mache wie die Jazz-Größen, verhandle besser.

Das kann natürlich nur, wer sein Handwerkszeug auch meisterhaft beherrscht. Gregory und seine Band tun es.