Blumen

Unternehmensnachfolge: Ertragreiches Unternehmen für Naturkosmetik

Wir sind exklusiv beauftragt, einen Investor für ein ertragreiches Unternehmen aus dem Bereich Naturkosmetik und Nahrungsergänzungsmittel zu suchen.

Unternehmensgegenstand und Historie

Das Unternehmen wurde 1999 gegründet. Grundlage der Geschäftstätigkeit sind die Produktion und der Vertrieb hochwertiger Naturkosmetik, ayurvedischer Zahnpflegeprodukte und Nahrungsergänzungsmittel. Außerdem ist das Unternehmen sehr stark in der Lohnfertigung.

Produkte

Naturkosmetik. Das Sortiment besteht aus Gesichts-, Augen- und Körperpflegeprodukten für jeweils unterschiedliche Hauttypen und Pflegeansprüche. Dieses Segment wird ergänzt durch Körperlotionen, Haarpflegeprodukte, Hand- und Fußpflege, sanfte Baby- und Kinderpflege sowie handgefertigte ayurvedische Seifen aus hochwertigen Ölen.

Reichhaltige Spezialpflege. Um allen Kundenansprüchen gerecht zu werden gibt es außerdem ein kleines Sortiment reichhaltiger Spezialpflegeprodukte für besonders pflegebedürftige oder irritierte Haut.

Mundhygiene und Mundpflege. Besondere Kompetenz hat sich das Unternehmen im Bereich Mundhygiene und homöopathieverträglichen Mundpflege, u.a. Zahncremes, Mundwaser, Mundspülungen, Zahnfleischpflege und Mundsprays erworben.

Nahrungsergänzungsmittel. Das Sortiment umfasst 11 hochwertige Nahrungsergänzungsmittel die als Kapseln bzw. als Öl angeboten werden.

Lohnherstellung

Das Portfolio der eigenen Produkte ergänzt sich durch den starken Umsatzträger der Lohnherstellung. Durch die große Nachfrage und der erwarteteten Zunahme der Aufträge wurde im September 2018 eine Pulvermaschine für rund 80.000 € angeschafft. Die Räumlichkeiten in der Produktion wurden entsprechend baulich angepasst.

Kunden & Vertrieb

Zu den Kunden gehören in erster Linie gewerbliche Wiederverkäufer wie der Fachhandel, Apotheken, der Onlinehandel sowie Reformhäuser mit den dazugehörigen Großhändlern im In- und Ausland. Im Ausland (20 Länder) setzt man verstärkt auf den Exklusivvertrieb kompetener Importeure. Privatkunden ordern ihren Bedarf direkt über den eigenen Online-Shop des Unternehmens.

Personal

Neben dem Geschäftsführer sind insgesamt 11 qualifizierte Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.

Zertifizierungen und Zulassungen

Es werden sämtliche rechtlichen Anforderungen insbesondere des Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) sowie der Umwelt- und Abfallgesetze erfüllt. Alle erforderlichen Genehmigungen liegen vor. Darüber hinaus ist das Unternehmen BIO zertifiziert nach DE-ÖKO-037 (Herstellung und Import).

Wirtschaftliche Entwicklung

Das Unternehmen ist ausgesprochen ertragreich. Es werden durchgängig gute Gewinne erzielt. Die Eigenkapitalausstattung ist gut. Nach Unterzeichnung einer Vertraulichkeitserklärung können wir Ihnen gerne detaillierte Unternehmenskennzahlen zur Verfügung stellen.

Standort

Das Unternehmen hat seinen Sitz in Niedersachsen.

Gründe für den Verkauf

Als Altersgründen möchte sich unser Auftraggeber aus der unternehmerischen Tätigkeiten zurückziehen. Einem Erwerber will er aber gerne für eine sorgfältige Übernahme des Unternehmens zur Verfügung stehen. Inwieweit sein weiteren Mitwirken gewünscht wird, kann individuell abgestimmt werden.

Weitere Informationen entnehmen Sie gerne dem anonymisierten Exposé, das Sie hier herunterladen können: Exposé: Verkauf eines Unternehmens für Naturkosmetik und Nahrungsergänzungsmittel

Unsere Tätigkeit ist für den Käufer nicht mit Kosten verbunden. Bei Fragen sprechen Sie uns bitte unverbindlich an.

 

 

 

 


Verdiente Rente am Meer (Symbolbild)

Unternehmensnachfolge: Hilfen und Förderprogramme des Bundes

Sie denken über eine Unternehmensnachfolge oder eine Betriebsübernahme nach? Dann möchten wir Ihnen einen Blick in die Antwort des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie auf eine Kleine Anfrage von Mittelstandspolitikern der Grünen nahelegen (BT-Drucksache 1912608).

Darin geht es darum, wie es um Unternehmensnachfolgen in Deutschland insgesamt bestellt ist und was die Bundesregierung tut (und lässt) um Übergebern und Nachfolgern zu helfen.

Das Thema hat durchaus eine gewisse Bedeutung, nicht nur für Sie, sondern für die Wirtschaft insgesamt: Nach den vom Ministerium zitierten Schätzungen des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn stehen im Zeitraum 2018 bis 2022 rund 150.000 Unternehmen in Deutschland zur Übergabe an. Durchschnittlich werden je 1.000 Unternehmen in diesem Zeitraum 43 Unternehmen die Übergabe vorbereiten.

Schade ist, dass die Bundesregierung weder etwas dazu sagen kann, wie viele Unternehmen in den vergangenen Jahren dichtgemacht haben, weil sie keinen Nachfolger gefunden haben und das auch für die Zukunft nicht prognostizieren kann. Daten um regionale und branchenspezifischen „Engpässe im Nachfolgegeschehen“ abschätzen zu können, hat sie auch nicht. Na ja.

Trotzdem meint die Regierung, dass Sie alles richtig macht und die bestehenden Informations- und Förderangebote ausreichen. An mangelnder Unterstützung liege es jedenfalls nicht, wenn die Firmen schließen müssten. Sie schreibt:

 

„Die Gründe für das Scheitern von Unternehmensnachfolgen sind vielfältig und finden sich überwiegend bereits im Vorfeld der geplanten Übergabe.

Zentral ist vor allem die Fehleinschätzung der Zukunftsfähigkeit und damit des Wertes des eigenen Unternehmens seitens der Übergeberin oder des Übergebers.

Studien belegen, dass die Mehrzahl der Alteigentümer den Wert ihres Unternehmens teils erheblich überschätzen. Dies hat zur Folge, dass sich kaum ein Nachfolger findet, weil es ökonomisch nicht sinnvoll ist, das Unternehmen fortzuführen oder sich der Nachfolge- und Verhandlungsprozess verzögert, weil Übernahmeinteressierte nicht bereit sind, den geforderten Kaufpreis zu zahlen.

Zusätzlich kann es sich in diesem Zusammenhang negativ auswirken, wenn Alteigentümer den Übergabeprozess immer weiter hinauszögern und gleichzeitig Investitionen in die Zukunft des Unternehmens einschränken oder unterlassen. Damit reduzieren sie tendenziell die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.“ (Hervorhebungen von mir)

 
Das ist alles richtig, aber nach unserer Beobachtung nur die halbe Wahrheit.

Das fängt schon damit an, dass viele Unternehmer überhaupt keine Idee haben, wie sie eine Unternehmensnachfolge angehen sollen und gefühlt vor einem riesigen Berg stehen. Hier braucht es nach unserer Auffassung mehr niedrigschwellige Angebote und „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Am Geld liegt es jedenfalls nicht in erster Linie. Aus den diversen Kreditprogrammen von ERP und KfW (ERP-Gründerkredit und KfW-Unternehmerkredit ohne Regionalförderung) wurden 2017 immerhin 33.560 Unternehmen gefördert mit 9,13 Mrd. € gefördert. Außerdem wurden im gleichen Jahr 1.612 Bürgschaften für Unternehmen über insgesamt 327,6 Mio. € gegeben.

Das scheint gut investiertes Geld zu sein, denn Analysen zum Programm „ERP-Kapital für Gründung" hätten gezeigt, dass zum einen Betriebsübernahmen weit weniger von Ausfällen betroffen sind (16 Prozent) als Neugründungen (23 Prozent) und zum anderen weisen bei geförderten Übernahmen die Unternehmen nach dem dritten Geschäftsjahr signifikant bessere Bonitätsbewertungen auf und die Ausfallraten sind geringer als bei Neugründungen.

Sie wollen wissen, wie Sie eine Unternehmensnachfolge umsetzen?


Rohrsystem

Kapital gesucht für Management-Buy-In im Bereich Automotive

Unsere Auftraggeber sind Manager mit langjähriger Erfahrung in der Kunststoff/Automobilbranche und hervorragenden nationalen und internationalen Kontakten.

Gesucht wird ein Investor, der die Finanzierung des Erwerbs eines bereits akquirierten Unternehmens mit Sitz in Norddeutschland aus diesem Bereich übernimmt.

Insgesamt wird eine Summe von rd. 3.0 Mio. € für das Unternehmen, die Gewerbeimmobilie und das erforderliche Working-Capital benötigt.

Das zu erwerbende Unternehmen wurde bereits 1990 gegründet und hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Das Unternehmen fertigt Blasform- und Spritzgießteile für die Auto­mobil­industrie sowie für unterschiedliche Kunden aus der Industrie.

Die Produktpalette des Unternehmens umfasst u.a.

  • Kunststoffteile für die Automobilindustrie im Motorraum‑, Fahr­werk‑, Interieurbereich (z.B. Saugluft­rohre, Kabel­befesti­gungs­halter etc.);
  • Fertigung technisch anspruchsvoller auch großvolumiger Luft­führungs­teile und Klimafunktionsteile;
  • Konstruktion und Ausbildung von Längsstegen (Falten­gestal­tung für unterschiedliche Anforderungen, beispiels­weise Ein­füll­systeme, Medienleitungen etc.;
  • Produktion von Tanks und Behältern für verschiedene In­dustrie­an­wen­dungen.

Im Blasformbereich sind einige patentartige Technologien und Knowhow vor­handen, die fast ein Alleinstellungsmerkmal für die speziellen Kundenaufträge darstellen.

Das Unternehmen verfügt über eine eigene Entwicklungsabteilung, so dass auf Kundenwunsch neue Produktionsteile vom Prototyp bis zur finalen Serienreife betreut und gefertigt werden können.

Eine eigene Qualitätssicherung in der umfangreiche zerstörende und nicht-zerstörende Prüfungen im Temperaturbereich zwischen ‑40°C und 180°C durchgeführt werden können, sorgt für die gleichbleibend hohe Qualität der Produkte.

Zu den Kunden gehören große Konzerne aus der Automotive Branche, wie z.B. BMW, Mercedes, Freudenberg, VW (inkl. Porsche), WOKO, Opel und PSA. Die Kundenstruktur umfasst aber auch Kunden aus dem Bereich weiße Ware, Bahn, Fördertechnik, Arbeitsmaschinen und Flugzeugbau.

Die Gewerbeimmobilie steht im Eigentum des Unternehmens und soll ebenfalls übernommen werden. Die Immobilie befindet sich in einem sehr gepflegten und repräsentativen Zustand. Reparatur- und Instandhaltungsrückstände sind nicht bekannt.

(Gru8ndstücksfläche rd. 14.000 qm, eine Halle für Produktion und Verwaltung mit insgesamt 2.000 qm; zwei zwei weitere Produktionshallen mit insgesamt 800 qm); Expansionsmöglichkeiten sind am Standort vorhanden. Der Wert der Immobilie beträgt gemäß Wertgutachten 1.65 Mio. €.

Für 2019 ist ein Betriebsergebnis vor Steuern geplant in Höhe von rd. 1,3 Mio. €. Darüber hinaus gibt eine Planung, das Unternehmen in den nächsten Jahren deutlich voranzubringen und noch stärker auch international am Markt zu etablieren.

Das Management-Team das die Führung des Unternehmens übernehmen wird, ist seit vielen Jahren in der Automobil­branche tätig und hat umfassende Expertise im Bereich der Kunststofftechnik und eine in dieser Kombination einzigartige Qualifikation.

Weitere Informationen entnehmen Sie gerne der Kurzdarstellung, die Sie hier herunterladen können: Exposé: Kapitalsuche für Unternehmenskauf/MBI - Automotive

Unsere Tätigkeit ist für den Investor nicht mit Kosten verbunden. Bei Fragen sprechen Sie uns bitte unverbindlich an.


Symbolbild

Gewinnvorträge in der GmbH beim Unternehmensverkauf

Vor kurzem hatten wir schon einmal etwas dazu geschrieben, wem der laufende Gewinnanspruch beim Verkauf einer GmbH zusteht.

Eine weitere Frage die in diesem Zusammenhang immer wieder auftaucht, ist, wie beim Verkauf von Anteilen an einer GmbH mit aufgelaufenen Gewinnvorträgen umgegangen werden soll.

Grundsatz

Beim Verkauf von GmbH-Anteilen - einem so genannten Share-Deal - bleibt die Gesellschaft unverändert, nur der Eigentümer wechselt. Der Käufer erwirbt daher grundsätzlich auch die zum Übergabestichtag vorhandenen aufgelaufenen Bilanzgewinne.

In der Praxis stellt sich für Käufer und Verkäufer daher die Frage, wie sie mit diesen aufgelaufenen Gewinnvorträgen umgehen - zumal zu einem Zeitpunkt über den Kaufpreis verhandelt wird, zu dem oft noch nicht feststeht, wie viel Kapital zum Übergabestichtag tatsächlich vorhanden sein wird.

Festlegung des Eigenkapitals im Kaufvertrag

Beispielsweise soll der Kaufpreis 500.000,00 € betragen, bei einem Eigenkapital von 100.000,00 €. Mit Eigenkapital ist hier allerdings nicht das satzungsgemäße Kapital gemeint, sondern Vermögen abzüglich Schulden. Im Vertrag kann dies beispielsweise wie folgt formuliert werden:

"Der Kaufpreis für die in einzelnen bezeichneten Anteile beträgt 500.000,00 € (Euro fünfhunderttausend). Dabei gehen die Parteien davon aus, dass die Gesellschaft zum Übertragungsstichtag über ein Eigenkapital in Höhe von 100.000,00 € verfügt. Das Eigenkapital ist zu ermitteln als Differenz der Posten der Aktivseite (§ 266 Abs.2 HGB) zur Summe aus Rückstellungen, Verbindlichkeiten, Rechnungsabgrenzungsposten und Passiven latenten Steuern (§ 266 Abs.3 Buchstabe B-E HGB)."

Auf den Übergabestichtag wird dann eine Zwischenbilanz erstellt, aus der sich das Eigenkapital ergibt. Ist das Eigenkapital zu diesem Stichtag höher als vereinbart, erhöht sich der Kaufpreis um diesen Betrag. Ist das Eigenkapital niedriger, dann reduziert sich der Kaufpreis nachträglich um diesen Betrag.

Wenn sich beispielsweise auf der Grundlage des auf den Übergabestichtag erstellten Abschlusses ergibt, dass das Eigenkapital zum Übergabestichtag 150.000,00 € beträgt, erhöht sich der Kaufpreis um 50.000,00 € (150.000,00 € - 100.000,00 €) auf 550.000,00 €.

Vorherige Ausschüttung

Viele Unternehmer schütten Bilanzgewinne nicht in voller Höhe sofort aus, sondern belassen diese in der Gesellschaft - der Hintergrund ist dabei meist, dass bei Ausschüttung Kapitalertragssteuer anfällt, die eingespart werden soll.

Aus Sicht des Käufers muss geprüft werden, wie viel Kapital als operatives Arbeitskapital wirklich im Unternehmen gebraucht wird.

Ist für den Betrieb des Unternehmens "unnötiges" Kapital vorhanden, kann es sinnvoll sein, dieses nicht benötigte Kapital im Vorfeld der Übertragung an den Verkäufer auszuschütten - sofern die Liquidität hierfür ausreicht.

Der Verkäufer hat hiervon keinen Nachteil, da der Gewinn bei Veräßerung von GmbH-Anteilen so besteuert wird wie eine laufende Gewinnausschüttung.

Bandbreite für das Eigenkapital

Üblicherweise vereinbaren die Parteien neben dem Wert der für die (vorläufige) Ermittlung des Kaufpreises zugrunde gelegt wird, auch eine Bandbreite von maximalem und minimalem Wert des zu übertragenden Eigenkapitals.

Dies gibt beiden Seiten Sicherheit im Hinblick auf den Kaufpreis und dessen Finanzierung.

In jedem Fall sollte die Frage einer möglichen Vorabausschüttung aufgelaufener Bilanzgewinne und des zu übertragenden Eigenkapitals im Rahmen der finalen Kaufvertragsverhandlungen geregelt werden.


DIHK Report Unternehmensnachfolge 2017

DIHK: "Herausforderung Unternehmensnachfolge"

Kurz vor Ende des vergangenen Jahres war das Thema Unternehmensnachfolge noch einmal in der Presse.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag e.V. hat seinen "Report zur Unternehmensnachfolge 2017" vorgestellt mit Zahlen und Erfahrungen der IHK-Organisation zum Generationswechsel in deutschen Unternehmen.

Überschrieben hat der DIHK ihre Studie mit "die Herausforderung wächst".
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat daraus getextet "Tausende Unternehmer ohne Nachfolger" - was auch nicht falsch ist.

Die Wesentlichen Feststellungen der IHK-Studie sind:

 So viele Unternehmen wie nie sind auf Nachfolgersuche - allerdings gibt es immer weniger potentielle Nachfolger.

Ein Hauptgrund für die zunehmend enge Situation ist die demographische Entwicklung. Immer mehr Unternehmer erreichen das Ruhestandsalter; gleichzeitig dünnen die Jahrgänge der potentiellen Übernehmer von 25- bis 45-Jahren aus. Das Auseinanderklaffen dieser Schere verdeutlicht die Grafik.

Die Nachfolge wird häufig auf die „lange Bank“ geschoben; ein gutes Drittel der Alt-Inhaber kann emotional nicht „loslassen“.

41 % der Senior-Unternehmer fordern einen überhöhten Kaufpreis.

42 % der Senior-Unternehmer suchen die Beratung nicht rechtzeitig auf.

40 % der potentiellen Übernehmer haben Finanzierungsschwierigkeiten, trotz derzeit günstiger Konditionen.

40 % der potentiellen Übernehmer unterschätzen die Anforderungen an eine Unternehmensübernahme.

Die Zahlen sind zwar im Detail etwas anders als in der vergangenen Jahren, der allgemeine Befund aber unverändert. So sehr die IHK auch trommelt: viel ändert sich nicht.Read more


Symbolbild: wo lang?

Wie freiwillig ist die Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen?

Esther-Marie Kloth hat ihre Doktorarbeit veröffentlicht; sie heißt "Ambivalenzen in der Unternehmensnachfolge - Zum Einfluss von Berufsmilieus auf Nachfolgeentscheidungen" und kann hier gekauft und kostenlos heruntergeladen werden.

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Entscheidungsprozess der Nachfolgergeneration, das Familienunternehmen zu unternehmen und stellt die Frage, wie sich die Nachfolger zwischen Familientradition und eigenen Wünschen zurechtfinden und wie freiwillig sie die Nachfolge tatsächlich antreten - ganz nach dem Motto: Halb zog sie ihn, halb sank er hin.

In der Pressemeldung der Uni Witten/Herdecke dazu steht, dass in Familienunternehmen die Freiwilligkeit der Nachfolge zwar gern betont wird, doch würden "die Spannung zwischen Individualisierungsanspruch und Loyalitätsbindung verdeckt, in der er oder sie steht, werden die mit Nachfolge verbundenen Ambivalenzen ausgeblendet."

In der Arbeit werden vier Nachfolger-Typen unterschieden und ein paar Fallstudien gibt es auch. Am Ende kommt Frau Kloth auf Seite 267 ff. - mit meinen Worten - unter anderem zu folgenden Schlüssen:

  • eine frühe Einbindung des Nachfolgers garantiert keine verlässliche und vor allem keine freiwillige Nachfolge;
  • damit der Nachfolger eine rationale Entscheidungen treffen kann, ist ein offener Austausch der Beteiligten nötig. Das klappt besser, wenn das Familienunternehmen nicht ständiges »Familienthema«, weil sonst der Erwartungsdruck auf den Nachfolger steigt.

OK, ist jetzt für mich nicht so eine Riesenüberraschung; uns selbst geht es ja auch nicht anders.

Die Arbeit ist interessant - zumal dort steht "dass der Beratungs- und Coachingbedarf auch in kleineren bzw. Kleinstbetrieben steigen wird" - aber warum versteckt sich der Inhalt hinter solchen Sätzen:

"Der Titel dieser Arbeit postulierte bereits die Existenz von vom Nachfolger wahrgenommenen Ambivalenzen im Entscheidungsprozess zur Nachfolge. Unter dem Begriff der Ambivalenz wurde die Existenz widersprüchlicher Gefühlslagen und Empfindungen, die Simultaneität adversativer Absichten sowie die Gleichzeitigkeit sich widersprechender, konträrer Gedanken und Aussagen subsumiert."?


Übertragung eines Teilbetriebs

Unternehmensnachfolge: Teilbetriebsveäußerung als Asset-Deal oder Ausgliederung?

Der Mandant hat eine GmbH, der auch die Betriebsimmobilie gehört. Nun soll im Rahmen einer Unternehmensnachfolge der eigentliche Betrieb verkauft werden, nicht aber die Immobilie.

Um das hinzubekommen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Die wichtigsten sind ein so genannter Asset-Deal und eine Ausgliederung des operativen Betriebs nach dem Umwandlungsgesetz.

Asset-Deal

Bei einem Asset-Deal wird eine neue GmbH gegründet. Die Gegenstände  die zum Betrieb gehören, verkauft dann die alte GmbH einzeln an die neue GmbH. Vorteile dieser Variante sind, dass sie einfach ist und normalerweise ohne Notar funktioniert und stille Reserven aufgedeckt werden, was dem Käufer Abschreibungspotential verschafft.

Der wesentliche Nachteil ist, dass alle Verträge mit Kunden etc. neu verhandelt werden müssen und beim Verkäufer ein Veräußerungsgewinn entsteht.

Ausgliederung nach Umwandlungsgesetz

Bei einer Ausgliederung nach dem Umwandlungsgesetz wird im ersten Schritt der Geschäftsbetrieb des bisherigen Unternehmens in eine neue Gesellschaft überführt - das bisherige Unternehmen wird dabei in zwei GmbH "geteilt". Die bisherige GmbH wird Gesellschafterin der neuen GmbH.

Der Hauptvorteil ist, dass alle Verträge, Zulassungen etc. erhalten bleiben, die neue GmbH "automatisch" entsteht und nicht erst gegründet werden muss und die Übernahme zum Buchwert möglich ist.

In zweiten Schritt verkauft die bisherige GmbH Anteile an der neuen GmbH an die neuen Gesellschafter. Hier ist eine flexible Gestaltung möglich - die Übertragung kann in "Etappen" und ggf. steuerbegünstigt erfolgen.

Zusammenfassung

Mir ist wichtig, dass meine Mandanten verstehen, wie das funktioniert und was die Unterschiede sind. Deswegen erkläre ich normalerweise immer alles sehr ausführlich und zeichne an einem Flipchart alles auf.

Ende September habe ich eine kurze Präsentation gemacht in der ich ganz kurz erkläre, was die Unterschiede zwischen der Übertragung eines Teilbetriebs im Rahmen eines Asset-Deals und im Rahmen einer Abspaltung mit anschließender Veräußerung sind.

Diese Präsentation können Sie hier herunterladen

P.S.: in unserem Blog finden Sie noch mehr Beiträge zum Thema Unternehmensnachfolge. Und wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns gerne an.

 


Übertragung von Familienunternehmen – Neuerungen durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 17.12.2014

Kurz vor Weihnachten hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die Privilegierung von Betriebsvermögen bei der Erbschaftsteuer nicht mit dem Gleichheitsgrundsatz vereinbar ist (1 BvL 21/12).

Dies wird steuerliche Belastungen für viele Unternehmer bzw. deren Nachfolger mit sich bringen.Read more


Reminiszenz an

Keine Haftung für Altverbindlichkeiten aus § 25 HGB bei Übernahme vom Einzelunternehmer

Über den Kollegen Heiko Effelsberg LL.M. bin ich auf die Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 20.5.2014 in der Sache VII R 46/13 aufmerksam geworden. Es geht um die Haftung für Altverbindlichkeiten bei Firmenübernahme.

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Blitzsanierung (Singin' in the rain)

Let the stormy clouds chase
Everyone from the place
Come on with the rain
I've a smile on my face

(Aus dem Lied "Singin' In The Rain" von Nacio Herb Brown und Arthur Freed aus dem gleichnamigen Film)

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